Kalfatern I
Im nächsten Schritt geht es darum die Nähte der eben aufgebrachten 1. Beplankung zu verstärken. Dies erreicht man durch das sogenannte Kalfatern, bei dem die Nahtstellen mittels leimgetränkter Gazestreifen abgedichtet werden.

Die benötigten Gazestreifen werden aus gewöhnlichem Verbandsmull zurechtgeschnitten.
Der Holzleim wird mit Wasser in einem kleinen Gefäß – in meinem Fall ein Plastik-Schnappspinnchen – im Verhältnis 2:1 verdünnt um ihn besser verlaufen zu lassen.
Mit einem Borstenpinsel wird der Leim aufgetragen.

Zunächst werden alle Kammern – also die Räume zwischen den Spanten – mit dem Borstenpinsel und viel Leim-Wasser-Gemisch (LWG) bestrichen. Allerdings sollte es nicht so viel sein, dass es hinunterläuft und sich am Boden sammelt.
Wenn die komplette Wand einer Kammer bestrichen ist, wird vorsichtig der auf Maß geschnittene Gazestreifen aufgelegt und mit einem dünnen Stäbchen (am Besten Kunststoff) angedrückt.

Viele Stellen – vor allem an Bug und Heck sind äußerst schwierig zu erreichen und noch viel schwieriger einzusenen. Dann muss man hier und da halt einen Kompromiß eingehen und nach Gefühl arbeiten.
Dennoch ist es an diesen Stellen besonders knifflig.

Nach einigen Stunden feinmotorischen Positionierens und Einkleisterns, sind die acht Kammern in Richtung Bug mit LWG-getränkten Gazestreifen bedeckt.
Überschüssiges Material habe ich einfach nach innen umgeklappt und mit verklebt (siehe roter Pfeil).
Das Ganze muss nun erstmal einen Tag durchtrocknen und sich richtig fest an die Bordinnenwände saugen.
Mit dem Rest des Rumpfes wird in derselben Weise verfahren.