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3D-Modellierung – Teil 2: Ausbau des Objekts

28. November 2014

HowTo-SketchUp-Hda-029Nachdem ich mein grobes Grundgehäuse für den Holddown-Arm (HDA) in SketchUp erstellt habe, will ich mich nun an die seitlichen Türöffnungen zum Innenraum und an die Versteifungsrippen der unteren Vorder- und Rückseite des Gehäuses begeben.

Dazu nehme ich zunächst wieder an meiner Vorlage Maß und ziehe nochmal die Originalfotos hinzu, um die korrekte Position (also die Höhe und Breite von der unteren rechten Ecke des Holddown-Arms) und Größe der Seitentüren, bzw. der Türöffnung zu ermitteln.

Schritt 3 – Türöffnungen

HowTo-SketchUp-Hda-012Diese Höhe und Breite zeichne ich mir mit dem Zeichenwerkzeug als Hilfslinien auf meinem HDA-Gehäuse auf und habe somit die exakte Position für die untere rechte Ecke meiner Türöffnung.

Letztere wird dann mit dem Rechteckwerkzeug von unten rechts nach oben links (in den ermittelten Maßen) auf die Seitenwand des HDA-Gehäuses gezeichnet.

Die beiden Hilfslinien werden danach wieder gelöscht, indem ich sie erst mit dem Auswahlwerkzeug markiere und anschließend die Entfernen-Taste drücke (nicht im Bild).

Meine Türöffnung im Holddown-Arm-Gehäuse soll leicht abgerundete Ecken haben – damit sich niemand verletzt. Dazu markiere ich mit dem Zeichenwerkzeug von jeder Ecke des Rechtecks aus 30 Millimeter in beide Richtungen. Diese Bereiche werden nun gelöscht (Abb. links) und anschließend mir dem 2-Punkt-Bogen-Werkzeug abgerundet wieder angezeichnet (Abb. mitte).

Da ich das HDA-Gehäuse geöffnet darstellen möchte, will ich nicht einfach nur ein Loch in die Seitenwand schlagen, sondern entlang der Kante auch eine leichte Vertiefung für den Türrahmen modellieren.
Hier kommt mir die Versatzfunktion von SketchUp zur Hilfe.
Mit diesem Werkzeug kann ich eine bestehende Kontur versetzen (vergrößern oder verkleinern). Dies mache ich um ca. 20 Millimeter nach Innen (Abb. oben rechts).

Jetzt habe ich also die Fläche für meine Türöffnung und für einen schmalen Rahmen, in den die Tür später eingelassen werden kann.

Um jetzt schnell zum Abschluss zu kommen drücke ich nicht auf die sprichwörtliche Tube, sondern auf die Türöffnungsfläche und zwar mit dem Drücken-/Ziehen-Werkzeug (Abb. u.l.). Sobald die hineingedrückte Türfläche die andere Seite des HDA-Gehäuses erreicht, bietet SketchUp mir an, an dieser Stelle einen Durchbruch zu schaffen, was ich dankend annehme. Genau das will ich ja :-)

Den Rahmen möchte ich nur ein Stück weit ins Gehäuse hineindrücken und beende diese Aktion nach ca. 20 Millimetern (Abb. oben mitte). Auf der anderen Seite des Gehäuses verfahre ich mit dem Rahmen genauso.

Schritt 4 – Versteifungsrippen

Weiter gehts mit den Versteifungsrippen der unteren Vorder- und Rückseite des HDA-Gehäuses. Vorn sind es sechs Rippen (4 große innen, 2 kleine außen), hinten sind es vier gleich große Rippen.

Da die Rippen vorn wie hinten immer im selben Abstand zueinander liegen, markiere ich mir zunächst mit einer Hilfslinie die sechs (bzw. hinten vier) Mittelpunkte der Versteifungsrippen (Abb. u.l.).
Diese dienen bei der Zeichnung der Rippenprofile als Ausgangspunkt, wobei ich – wie schon zuvor – schräg verlaufende Kanten über die beiden Katheten ermittle (Abb. mitte).

Nachdem ich die vorderen sechs Profile mit Hilfslinien (Katheten) gezeichnet habe, entferne ich die Katheten durch Markieren mit dem Auswahlwerkzeug und anschließendem Drücken der Entfernen-Taste (Abb. o.r.).
Übrig bleiben die reinen Profile für die Versteifungsrippen.

Nun kommt wieder unser Drücken-/Ziehen-Werkzeug ins Spiel. Damit verleihe ich den Profilen ihre räumliche Form. Hier gilt es zu beachten, dass ich ja den jeweiligen Mittelpunkt als Grundlage fürs Profil verwendet hatte. Das Drücken-/Ziehen-Werkzeug muss ich also von dieser Mitte aus in beide Richtungen anwenden (jeweils um die Hälfte der gewünschten Gesamtbreite).

Mit den vier Rippen auf der Rückseite des Gehäuses verfahre ich auf dieselbe Weise (Abb. o.r.)

Schritt 5 – Detaillierung am Fuß des Gehäuses

Nun geht es daran, die Bodenplatte des Holddown-Arm-Gehäuses zu detaillieren. Im Original gibt es zwischen den Rippen vorn und hinten jeweils eine dicke 6-Kant-Schraube, die die gesamte Konstruktion auch beim Start einer Rakete sicher an Ihrem Platz hält.

Diese Schrauben will ich auch! Also ermittle ich mittels einer Hilfslinie zunächst die Mittelachse auf den freien horizontalen Flächen zwischen den Rippen. Von den jeweiligen Mittelpunkten aus zeichne ich zunächst einen größeren Kreis und darin ein etwas kleineres Sechseck (Abb. u.l.).

Dann drücke ich die Kreisfläche mit dem Drücken-/Ziehen-Werkzeug ein wenig in die Fußplatte hinein und ziehe das Sechseck etwa um dieselbe Länge heraus (Abb. o.m.).
Auf diese Weise simuliere ich ziemlich naturgetreu die dicken Sechskantschrauben in ihren runden Futteralen (Abb. o.r.).
Dieselbe Prozedur führe ich zwischen den Rippen auf der Rückseite durch.

Am Original Holddown-Arm haben die beiden äußeren, hinteren  Rippen jeweils ein kleines Loch. Auch dieses kann und will ich darstellen. Dazu zeichne ich auch hier zunächst einen Kreis mit entsprechendem Durchmesser (Abb. u.l.), den ich dann in die Rippe hineindrücke, bis er die gegenüberliegende Seite erreicht.

Hier bildet Sketchup automatisch einen Druchbruch, eine Öffnung (Abb. o.m.), und damit sind die Detaillierungsarbeiten am Fuß des Gehäuses erstmal abgeschlossen.

Schritt 6 – Erstellen der Haube

HowTo-SketchUp-Hda-028Der Rohbau für Haube des Holddown-Arm-Gehäuses wird auf dieselbe Weise hergestellt, wie das Gehäuse auch. Zunächst ermittle ich mir anhand meiner Vorlagenskizze wieder alle benötigten Abmessungen. Diese übertrage ich dann in eine seitliche Profilansicht.

Nachdem diese fertig ist, bringe ich das Objekt mit dem Drücken-/Ziehen-Werkzeug wieder in die dritte Dimension. Fertig ist der Rohbau.

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