1. Beplankung I

In diesem Schritt soll das Rumpfskelett seine erste Haut aus Holzplanken erhalten. Laut Hersteller soll später noch eine zweite Schicht Planken darüber gelegt werden, die dem Rumpf neben größerer Stabilität auch eine größere Dichtigkeit für den Einsatz im Wasser geben soll – immerhin wird das Modell ja potentiell schwimmfähig.Die Planken für den Rumpf der Bismarck bestehen aus hochwertigem Lindenholz, sind 248 mm lang, 6 mm breit und haben eine Stärke von 1,5 mm. Daher sind sie sehr flexibel und lassen sich gut dem Spantenverlauf anpassen.
Jede Planke überspannt in den drei mittleren Sektionen jeweils 5 Spanten.

Fürs Erste liegen mir 160 dieser Planken vor (Bild 1.7.1), das dürfte fast für den gesamten Rumpf reichen. Weitere Planken werden aber noch folgen.

Mit der ersten Planke beginne ich in der Mittschiffsektion mittig des Spantengerüsts unterhalb der kleinen Stufe an den Spanten (siehe Bild 1.7.2)
Diese Stufe stellt später den deutlich sichtbaren Übergang zwischen Zitadell- und Gürtelpanzer dar.

Ich bestreiche punktuell die 5 Spanten, auf die die erste Planke aufliegen wird mit Ponal Express (trocknet wesentlich schneller) und drücke die Planke an. Da der Kleber mindestens 5-10 Minuten trocknen muss, verwende ich hierbei wieder meine Leimzwingen. Auf jeden Spant kommt eine Zwinge um die Planke fest anzupressen.

Mit einem feinen Spatel entferne ich herausquellenden Leim, da dieser ausgehärtet später ein Hindernis für weitere Planken darstellt.
Während die Steuerbordseite noch trocknet, beginne ich dasselbe Spiel auf der Backbordseite. Nach ca. 10 Minuten entferne ich alle Klammern und überprüfe den festen Sitz.
Sieht gut aus!

Jede weitere Planke – ich arbeite immer abwechselnd links und rechts – wird nun zusätzlich an ihrer Längskante (also dort, wo sie an die vorangegangene Planke stößt) mit Leim bestrichen um den Halt untereinander zu verstärken. Bereits nach 5 Plankenreihen auf jeder Seite nimmt die Bordwand der Bismarck langsam Gestalt an… (Bild 1.7.3)


…und ich stehe vor einem kleinen Problem: Meine Leimzwingen sind zu klein und reichen für die weitere Beplankung nicht an die 6. Planke heran.
Wenigstens links und rechts der Planke kann ich eine Klemme anbringen. Die drei mittleren Kontaktstellen muss ich diesmal mit Muskelkraft mindestens 5 Minuten anpressen – da hilft mir diesmal auch meine alt bewährte Hantelstange nicht weiter ;-)

Auf Bild 1.7.5 sieht man schön die saubere, gerade Kante an einem Ende der Planken. Das andere Ende ist nicht so schön und vor allem ein wenig zu lang.
Hier muss also nachgearbeitet werden. (Bild 1.7.6)

Da ich bereits beim Anpassen jeder Planke (vor dem Leimvorgang) sah, dass sie zu lang sein würden, habe ich vorsorglich unter das längere Ende auf den letzten Spant einen Streifen Tesafilm geklebt, damit sich das zu kürzende Stück problemlos wieder entfernen lässt.

Bild 1.7.6 zeigt, wie ich die langen Enden kürze:

  1. Die Kante vor der Bearbeitung
  2. Mit dem Sägeblatt einer Handsäge säge ich vorsichtig die überstehenden Enden Mittig des Spants ab, bis ich sie mit den Tesastück abziehen kann
  3. Jetzt habe ich schon eine recht saubere Kante, die ich nur noch einmal mit feinem Schleifpapier bearbeite
  4. Nach diesem Arbeitsgang bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden

Nachdem die ersten 14 Planken – 7 auf jeder Seite durchgetrocknet sind, sieht das Ganze schon nach was aus (Bild 1.7.7).

Die Beplankung ist auf Grund der vielen Einzelplanken und der jeweils langen Trokenzeit von 5-15 Minuten recht aufwändig und eine langwierigere Angelegenheit, als ich zunächst dachte, aber es macht auch einen Heidenspaß, zu sehen, wie sich der Rumpf langsam schließt.

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